Der Krankenstand in Deutschland

Im Durchschnitt waren im Jahr 2015 die Deutschen 2,5 Wochen krankgeschrieben. Damit setzt sich der 2014 eingeläutete Rückgang des Krankenstands fort. Im Jahr zwischen 2006 und 2013 sind diese kontinuierlich gestiegen. Schwerwiegende Erkrankungen oder körperliche Verschleißerscheinungen erscheinen eher im Alter. Bei älteren Mitarbeiter, die krankgeschrieben sind, dauert die Genesung etwas länger, als bei jüngeren Kollegen. Die jüngeren Kollegen sind zwar häufiger krankgeschrieben, aber schneller wieder auf die Beine, als die älteren Kollegen.

ca. 2/3 der Krankmeldungen sind innerhalb von einer Woche spätestens erledigt. Die Mitarbeiter müssen meistens bei einer Kurzzeiterkrankung kein ärztliches Attest vorlegen.

Das meiste Leiden der Deutschen sind Beschwerden des Bewegungsapparats. Die angeschlagenen Herz-Kreislauf-Systeme machen weniger als 5 % aller Krankheitstage aus, aber im Durchschnitt dauert die Genesung bis zu drei Wochen an.
Krankheiten des Atmungssystems sind häufiger als psychische Leiden.

Es gibt natürlich auch verschiedene Branchen und dadurch auch eine andere Zuordnung der Erkrankungen. Die höchsten Ausfallzeiten haben immer noch Altenpfleger, Lokführer und Paketzusteller, also die in einer Dienstleistungsbranche arbeiten. Arbeitnehmer, die in der Industrie arbeiten, also einen ,,Knochenjob“ haben, sind weniger betroffen als damals, da die gefährlichen Tätigkeiten meistens nun schon ein Industrieroboter oder eine Maschine übernimmt.

In welchem Bundesland die meisten Krankschreibungen erfolgten, kann man so nicht sagen. Zwar ist seit Jahren ein Ost-West-Gefälle erkenntbar, aber wieso z. B. Schleswig-Holstein eindeutig mehr Arbeitsunfähigkeitstage aufweist, als Baden-Württemberg, ist nicht erkennbar.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen einen kleinen Einblick in den Krankenstand der Deutschen damit geben.

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