Die anonyme Bewerbung

Es ist nicht mehr egal, wie Sie aussehen. Viele Firmen schauen darauf, dass nicht alle Mitarbeiter bei ihnen Müller heißen und männlich sind, aber bei der Bewerbung auf Foto und den Namen zu verzichten, trauen sie sich aber nicht.

Ein namhafter Elektrohersteller kämpft gegen das Image als Männerkonzern. Vor knapp zwei Jahren ließ Bosch sämtliche Bilder in Stelleninseraten austauschen. Nunmehr sind Fotos mit weißen Models, schwarze Models und asiatische Models zu sehen. Heidemann, die die Diversity-Abteilung von Bosch leitet, erklärt: ,,Wir wollen zeigen, dass wir für alle Geschlechter, Nationalitäten, aber auch Altersgruppen und sexuelle Orientierung offen sind“. Auf vielen speziellen Jobbörsen baut Heidemann mit ihren Kollegen Stände auf. Vor kurzem waren Bosch-Mitarbeiter auf einer Messe für Karriere für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender. Die Personaler sind längst schon auf Veranstaltungen für Frauen.

Firmen in Deutschland, die einen Ruf zu verlieren hätten, vor allem größere Konzerne, tun inzwischen viel für eine buntere Belegschaft. Knapp 3.000 Unternehmen und öffentliche Stellen haben eine sogenannte Charte der Vielfalt unterschreiben. Dies ist eine Art Schwur der vorbildlichen und toleranten Arbeitgeber. Zu den Unterzeichnern dieses Schwurs gehört auch Bosch.

Der Beitrag Die anonyme Bewerbung erschien zuerst auf JobRoller.