Die Gehaltsverhandlung mit dem Arbeitgeber

Wer möchte nicht dauerhaft mehr Geld am Ende des Monats auf dem Konto haben?
Sehr viele Arbeitnehmer trauen sich nicht, den Arbeitgeber um mehr Geld zu bitten. Wie man sich richtig auf die Gehaltsverhandlung vorbereitet und wie man strategisch vorgeht, lest Ihr unten.

Viele haben wenig Erfahrung mit Gehaltsverhandlungen. Die meiste Erfahrung holt man sich im Internet in z. B. Foren, Berufsportalen, Jobportalen oder Sie fragen im Freunde- und Bekanntenkreis mal nach. Ansonsten ist es Neuland.

Der Bruttomonatsverdienst lag im Jahr 2016 im Durchschnitt bei 3.700,00 € Brutto. Bei Frauen im Durchschnitt bei 3.528,00 € Brutto und bei Männern bei 3.898,00 € Brutto.

Bei Tarifverträgen wird man sofort eingeordnet in eine Tarifklasse. Aber wie ist es bei Verträgen, die nicht tarifgebunden sind? Da läuft es anders.
Bei der Bewerbung muss man oft schon eine Gehaltsvorstellung angeben und/oder es wird im Vorstellungsgespräch darüber gesprochen.

Beim ersten Vorstellungsgespräch ist man sehr unsicher was die Gehaltsverhandlungen angeht. Man stellt sich oft die Frage: liege ich uu hoch oder zu niedrig, kann ich mich gut verkaufen..man möchte keine Fehler machen. Man möchte immer gut und vorbereitet in ein Vorstellungsgespräch gehen. Es gibt Coachs hierfür, wo man Ratschläge bekommt. Welche Summe kann man ansetzen, was empfiehlt der Coach, wie groß ist der Spielraum? Wie soll man reagieren, wenn der Arbeitgeber sagt, Sie sind zu teuer! Ein Coach nimmt für eine Sitzung ca. 80,00 € – 250,00 € pro Sitzung. Dies ist eine sinnvolle Institution. Das Coachgespräch dauert ca. 1 Stunde.

In der Regel wird erst im 2. Vorstellungsgespräch über das Gehalt verhandelt. Also schneiden Sie selber nicht das Thema Gehalt an. Dies sollte normal der Arbeitgeber tun. Sollte der Arbeitgeber im schlimmsten Fall dies nicht tun, dürfen Sie die Frage selbst stellen. Man sollte auf jeden Fall eine realistische Gehaltsforderung stellen. Informieren Sie sich vor dem Gespräch gründlich auf sogenannten Gehaltsvergleichsrechnern im Internet über das Gehaltsniveau. Nennen Sie aber immer einen einzelnen Betrag und keine Gehaltsspanne. Denn bei einer Spanne wird oft der untere Wert genommen. Es gibt einen sogenannten Ankereffekt. Den Betrag, den Sie nennen, bleibt im Gedächtnis verankert. Im Gespräch sollten Sie auf viele Detailangaben (Qualifikationen etc.) hinweisen, die für das Unternehmen relevant sind und zeigen Sie Ihren Nutzen auf. So erhöht man seine Chancen auf sein Wunschgehalt.

Fazit:
Immer mit konkreten Argumenten antworten. Wenn man versucht eine bestimme Summe, also sein Wunschgehalt, zu begründen, muss man dies auch immer mit konkreten Argumenten unterfüttern und dies selbstsicher vortragen.

!!!Gehaltsverhandlungen im Unternehmen sind auch nach Jahren üblich!!!

Erfahrene Mitarbeiter sollen folgendes beachten:

Wählen sie den richtigen Zeitpunkt, d. h. vereinbaren Sie in Ruhe einen Termin mit Ihrem Chef und sagen Sie ihm worum es geht, so können sich beide auf das Gespräch vorbereiten.

Fassen Sie Ihre Erfolge und Leistungen der vergangenen Jahre zusammen und erklären Sie, was Sie aktuell leisten und künftig leisten wollen. Aber Achtung: Führen Sie keine privaten Gründe für das Gehalt an.

Ihr Gehaltswunsch sollte realistisch sein. Versuchen Sie vorher herauszufinden, wie hoch der Gehaltsspiegel in der Branche und in Ihrem Unternehmen für Ihre Tätigkeit ist.
Teil der Verhandlungen können auch Sachbezüge z. B. Firmenwagen, Diensthandy oder Zuschüsse sein. Achtung: Sachbezüge über 44,00 € pro Monat müssen versteuert werden und fragen Sie um einen Zuschuss zur Betriebsrente.

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