Wie weit darf der Arbeitgeber bei der Kleidung gehen

Sie kennen es bestimmt: Sie stehen vor dem Spiegel vor der Arbeit und überlegen, was Sie anziehen und ob es dem Chef dann auch wieder mal passt. Hat er an meiner Hose wieder was auszusetzen oder doch an meinen Shirt?

Die Frage ist hier jedoch, wie weit darf der Chef einem an die Wäsche gehen? Sucht Ihr Chef Ihre Kleidung auch aus? Manche Arbeitgeber hätten es gerne so. Bei einer Schweizer UBS Bank ist dies so. Die Bank legt seinen Mitarbeitern nahe, nur hautfarbene Unterwäsche und Seidenstrümpfe zu tragen. Es gab sogar eine extra Kleidungsvorschrift mit 44 Seiten, wo die Mitarbeiter alles nachlesen konnten.

Bei uns in Deutschland gibt es allerdings einen Spielraum für den Arbeitgeber. Auch wenn es im Sommer heiß ist, Short und Flip Flops werden nicht so gerne gesehen und die Arbeitgeber untersagen dies auch oft. Es gibt eine Regel: Solange das Outfit weder Kunden und Kollegen noch die Leistung erheblich beeinflusst, kann der Arbeitgeber einem „nicht an die Wäsche gehen!

1. Sich Anziehen nach Vorschrift
Arbeiten Sie z.B. in einem Betrieb, wo Arbeitskleidung vorgeschrieben ist, z.B. Arbeitsschutz, dann sollten Sie sich auch an die Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen halten. Sie brauchen ein sicheres Schuhwerk, genauso wie die Helmpflicht am Bau. Im Labor brauchen Sie Schutzbrillen, um sich vor der Chemie zu schützen und die Feuerwehr braucht feuerfeste und gasresistente Anzüge. Im hygienischen Bereich braucht man ein Haarnetz. So will es das Gesetz.

Das Tragen von Schutzkleidung wird meist vom Arbeitsschutzgesetz, Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen vorgeschrieben. Von der Berufsgenossenschaft gibt es auch eine Unfallverhütungsvorschrift, die eine bestimmte Arbeitskleidung vorschreiben. Wenn Sie in einem riskanten Job tätig sind und es dort eine gesetzliche Pflicht zum Tragen von Arbeitsschutzkleidung gibt, muss der Arbeitgeber diese kostenlos zur Verfügung stellen.

2. Der Farbcode ist nicht „Jacke wie Hose“:
Die Farbe strahlt z. B. eine bestimmte Eigenschaft des Trägers und seines Chefs aus.

Schwarz zeigt dem anderen: Da steht geballte Kompetenz, Seriosität und Sachlichkeit vor mir.

Blau steht dagegen für fachliches Wissen und wird deshalb häufig in technischen und handwerklichen Berufen angezogen. Zudem haben viele Versicherungen blaue Logos. Aus diesem Grund ist der Blaumann auch nicht weiß!

Orange dient als Warnfarbe und ist inzwischen Pflicht für Berufe im Straßenverkehr. Unter anderem zählen dazu die Müllabfuhr, Rettungskräfte und Flugplatzpersonal.

Eine gute und junge Farbe für Arbeitskleidung ist rot: Sie ist in modernen Berufen wie z.B. Elektriker, Küchenmonteur oder bei Angestellten der Erlebnisgastronomie durchgesetzt worden.

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